Dokumentation eingegangener Solidaritätserklärungen

sinfonieorchester

December 8th 2012

To the Betriebsrat of Bombardier Aachen,

We recently heard news of the plan by Bombardier to close the manufacturing plant in Aachen. We would like to send you our full support for the campaign to ensure the plant is kept open with no job losses. We understand the terrible impact that these job losses would have to Aachen and the surrounding region – the closure has to be stopped.

In solidarity,

Craig Hudson and Jason Baines,
on behalf of Socialist Alternative (Committee for a Workers International – CWI) Canada.
canadacwi@yahoo.ca“

Landesdelegiertentag der Gewerkschaft der Polizei (GdP) am 16.11.:Weil die GdP immer auch ein Auge für die Existenznöte andere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat, hat der Aachener Kreisgruppenvorsitzende Willi Jensch am Rande der Beiratssitzung Solidaritätserklärungen für den Erhalt des Aachener Bombardier-Werks gesammelt. Am Ende kamen 144 Unterschriften zusammen.
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Die

DKP Düsseldorf

solidarisiert sich in einem Schreiben an den Betriebsrat von Bombardier Transportation GmbH Aachen mit »allen Beschäf­tig­ten, mit den Betriebs­räten und mit der Gewerk­schaft, die sich gegen die Prä­ka­ri­sie­rung von Arbeits­verhält­nis­sen und die Ver­nich­tung von Arbeits­plätzen wehren«. Wir dokumentieren:

Lieber Kollege Kreutz,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Entfernung zwischen der Heyestraße 178 in Düsseldorf und der Jüli­cher Straße 213 in Aachen beträgt knapp 100 Kilo­meter. Es ist die Entfer­nung zwischen der einst­mals größten Glas­hütte der Welt in Düs­sel­dorf-Ger­res­heim und den tra­di­tions­rei­chen Arbeits­plät­zen in Aachen als einem Standort, der vor der Vernich­tung steht. Es gibt viele Parallelen. Die Waggon­fabrik Talbot wurde 1838 gegrün­det. In diese Zeit der aufkom­men­den Industria­lisie­rung Zeit fällt auch die Grün­dung der Gerres­heimer Glas­hütte (1864). 1995 gab es die Über­nah­me der Wag­gon­fabrik durch Bombardier.
Die Glashütte hatte in ihren besten Zeiten etwa 6 000 Beschäf­tigte. Zum Schluss waren es etwa 300 – bei stets gestei­ger­ter Produk­tion. Dazwischen gab es einen viel­fälti­gen Wechsel in den Eigen­tums­ver­hält­nissen, denn das Unter­nehmen diente der Gene­rierung von Gewin­nen – nicht der Siche­rung von Arbeits­plätzen. Der letzte »Big Boss« war kein deutscher Konzern mehr, sondern O-I Inc. aus Ohio (USA). Die Hütte schrieb schwarze Zahlen, aber Owens-Illinois wollte mehr als »schwarz« und zugleich den »Markt« bereinigen. Menschen zählen bei diesen betriebs­wirt­schaft­lichen Erwä­gun­gen nicht.
Ähnlich mag die Strategie von Bombar­dier aussehen. Der Konzern tritt bei diesem grausa­men Spiel als Global Player auf: Der Standort Aachen wird vernichtet. – Auch in Gerres­heim gab es Abfin­dungen, über die vor den Arbeits­gerichten gestrit­ten werden mussten. Das entschei­dende aber war die Verant­wor­tungs­lo­sig­keit des Kon­zerns für die kom­men­den Gene­ra­tio­nen: Die Blau­mann-Arbeits­plätze« waren end­gültig weg. Die Arbeits­agentur Düssel­dorf hat für Septem­ber 2012 einen Bestand an Arbeits­losen von 39 461 (Arbeitssuchende: 67 232). Im Bereich »Rohstoff­gewin­nung, Produk­tion, Ferti­gung« gab es 5 510 (14,0 %) Arbeitslose.

Die DKP Düsseldorf solidarisiert sich deshalb mit allen Beschäf­tig­ten, mit den Betriebs­räten und mit der Gewerk­schaft, die sich gegen die Prä­ka­ri­sie­rung von Arbeits­verhält­nis­sen und die Ver­nich­tung von Arbeits­plätzen wehren. Die Landes- und Bundes­regierung müssen sich jetzt ihrer Verant­wor­tung zur Rettung der Arbeits­plätze stellen. Es sind zugleich die auch unter verkehrs­poli­tischen Gesichts­punk­ten sinn­vol­len Arbeits­plätze kom­men­der Generationen.

Mit solidarischen Grüßen
i.A.Uwe Koopmann

Solidaritätserklärung des Aachener Bischofs

Sehr geehrte Mitglieder des Betriebsrates der Bombardier-Werke in Aachen, sehr geehrte Mitarbeiter,
auch wir von der RWTH Aachen sind bestürzt über die Pläne von Bombardier, den Standort Aachen aufzugeben. Wir haben die beigefügte Pressemitteilung abgefasst, die wir heute veröffentlicht haben.

Mit freundlichen Grüßen
E. Schmachtenberg
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Udo Liebl

Mein Name ist Udo von Zentis nebenan. Ich hoffe und wünsche es euch sehr, dass ihr es schafft. Ich weiß, reden ist immer einfach, aber handeln das ist gut! Viel viel viel Glück dabei!

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Herzogenrather Turnverein

Immer wieder erschreckend wenn Geldgeilheit ins Spel kommt.
Globalität, strategische Entscheidungen damit wird alles begründet. Es gibt kaum noch Firmen die Verantwortung zeigen & praktizieren.
Profit, Gewinne,… alles für den der schon Geld genug hat – das sind die Maßstäbe der Eigentümer, Anteilseigner.
Wehrt Euch ..zeigt es dehnen die nur an Ihren Profit denken.
Ihr habt in all den Jahren gute Arbeit geleistet und sollt es auch weiter tun !!!!!

kirche soli

Hallo liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, die Amtsinhaber und Mitglieder der

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Ortsgruppe Aachen, erklären sich mit Euch solidarisch. Möge Euer Kampf zum Erfolg führen!

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SAV Aachen

BOMBARDIER MUSS BLEIBEN! KEINE WERKSSCHLIESSUNG!
22. Oktober 2012 in Allgemein
Solidaritätsbrief der SAV Aachen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

schockiert waren auch wir über die plötzliche Ankündigung der Bombardier Unternehmensleitung den Standort Aachen dicht zu machen. Ein Entschluss der nicht nachzuvollziehen ist, wo ihr doch gerade noch mehr als genug Arbeit habt und auf drei Schichten ausbaut.

175 Jahre Tradition und 600 Arbeitsplätze sollen vernichtet werden – und eine weitere brachliegende Fläche auf der ehemaligen Industriemeile Jülicher Strasse entsteht. Das kann so nicht hingenommen werden! Nicht auszudenken auch die Folgen für die KollegInnen der Zulieferer, und ihrer und eurer Familien.

Wir begrüssen und unterstützen eure Kampfansage und eure Forderung, dass das Aachener Werk erhalten bleiben muss. Kein einziger Arbeitsplatz darf vernichtet werden!

Seit 1995 gab es immer wieder Einschnitte die Ihr hinnehmen musstet. Immer wieder wurden Arbeitsplätze vernichtet und behauptet damit sei die Zukunft eures Werkes gesichert, heute sehen wir das dies eine glatte Lüge war! Auf die Aussagen der Bosse kann man sich nirgendwo verlassen. Zugeständnisse müssen erkämpft werden, das haben wir in der Region immer wieder gesehen – ob bei SCHUMAG, Philips oder anderswo. Es darf bezweifelt werden, dass allein Reden ausreichen wird. Euer Schritt „Dienst nach Vorschrift“ zu machen trifft die Konzernspitze genau da wo es weh tut: beim Profit. Wenn das nicht ausreicht muss ein Streik her.

Die Konzernleitung behauptet es gäbe eine schlechte Auftragslage – dafür sollt ihr nun büßen. Warum? Ihr habt die Krise nicht verursacht! Es sollen die Verursacher zahlen!

Wie kann es zu wenig Arbeit geben, für einen Hersteller von u.a. Bahnwaggons, wo der öffentliche Personenverkehr so schlecht ist wie lange nicht? Gerade die Bundesregierung als Eigentümer der Bahn AG ist hier in der Pflicht – der Erhalt eurer Arbeitsplätze ist auch verkehrspolitisch notwendig.
Und wenn diese Regierung Milliarden für Banken locker machen konnte, dann muss es auch möglich sein, durch staatliche Investitionen Arbeitsplätze zu retten! Das Geld kann bei den Reichen und Superreichen, den Banken und Konzernen geholt werden. Wo sind denn die Profite der letzten Jahre hin? Was ist passiert mit den Gewinnen die ihr für Bombardier erwirtschaftet habt? Wie „schlimm“ steht es wirklich um den Konzern – das soll die Unternehmensleitung doch einmal mit der Offenlegung der Geschäftsbücher beweisen.

Eure Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben. Bei jedem Kampfschritt den ihr und eurer Familien dafür unternehmt sind wir solidarisch an eurer Seite. Gern unterstützen wir Mahnwachen und Proteste – aber auch Streikposten wenn ihr euch zum Streik entschliesst. Kein zurück zum Alltag!

Mit solidarischen Grüssen an euch und eure Familien

SAV Aachen

Regionalkonferenz Die Linke NRW

Solidaritätsadresse der Regionalkonferenz der LINKEN.NRW in der Region Rheinland, mit Vertretern aus den Kreisen Aachen, Bonn, Düren, Euskirchen, Heinsberg, Köln, Leverkusen, Oberberg, Rheinisch-Berg, Rhein-Erft und Rhein-Sieg

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
diese Regionalkonferenz der LINKEN.NRW in Köln ist schockiert und wütend über die Ankündigung von Bombardier, den Standort Aachen mit 600 Beschäftigten und 175 Jahren industrieller Tradition schließen zu wollen.
Ihr werdet getragen von einer beeindruckenden Welle der Solidarität, nicht nur aus Aachen selbst!
Euch Talbötter und Eure Familien, aber auch den Beschäftigten in Zulieferbetrieben den Arbeitsplatz zu entreissen und damit Zukunftsperspektiven zu zerstören, ist schlichtweg ein Skandal!
Ein Angriff auf Euch ist ein Angriff auf uns alle. Erst gestern wurde bekannt, dass auch der Ford-Konzern sein Werk in Genk schliessen will!
Schliesst Euch zusammen, und lasst uns gemeinsam für eine andere (Verkehrs-)Politik kämpfen!
Die einzig richtige Antwort muss jetzt lauten: Streik! Und dabei werden wir Euch gerne aus ganzer Kraft unterstützen!
Lasst Euch nicht abspeisen, sondern beweist, dass Ihr diesen Angriff zurückschlagen wollt – und dies könnt Ihr nur, wenn Ihr den Konzern bei seinen Profiten trefft!

Mit solidarischen Grüßen!

euregio aktuell

SOLIDARITÄT MIT DEN TALBÖTERN

Die Traditionsfabrik Talbot an der Jülicher Straße soll geschlossen und 600 Mitarbeiter auf die Straße gesetzt werden. Dazu habe ich für mein Stadtteilmagazin Nordwest aktuell ein Editorial geschrieben, dass ich hier vorab veröffentlichen will:

EDITORIAL
Solidarität mit den „Talbötern“
Liebe Leserinnen und Leser,
ich bin wütend und ärgere mich über die Ohnmacht, mit der man der Konzernzentrale von Bombardier gegenübersteht. Diese hat völlig überraschend und selbst für viele Insider nicht nachvollziehbar die Schließung des Traditionswerkes in Aachen beschlossen. Wissen Sie, meine erste Stelle nach meinem Studium trat ich im Jahr 1993 bei der Waggonfabrik Talbot an, wo ich die ersten 4 ½ Jahre meines Berufslebens verbrachte. Es war just die Zeit, als der Großkonzern Bombardier, der eigentlich vorher sein Hauptgeschäft im Bereich von Wasser-Fun-Fahrzeugen hatte, beschloss, in das Schienenfahrzeuggeschäft einzusteigen. Damals waren noch rund 2.000 Menschen bei Talbot beschäftigt. Dann – nach der Übernahme durch Bombardier – begann sukzessive der Abbau von Arbeitsplätzen, weil Arbeitskräfte halt teuer sind und für viele dieser „Nieten in Nadelstreifen“ – auch Manager genannt – nicht der Mensch zählt, der sich seit Generationen den Hintern für das Unternehmen aufreißt, sondern nur die Kostenstelle. Und je weniger Kostenstellen, desto profitabler ist ein Unternehmen aus der Sicht dieser „Heuschrecken“. Nur: Wenn gar kein Arbeitnehmer mehr da ist, dann kann man halt keinen Waggon mehr bauen – und dann muss man halt den ganzen Standort schließen. So einfach ist das aus Sicht der Schlipsträger mit Goldrandbrille.
An Perversion grenzt diese Entscheidung allerdings, weil das Aachener Werk derzeit einen Großauftrag für die Stuttgarter S-Bahn abarbeitet. Gerade erst hat der Betriebsrat beschlossen, von zwei auf drei Schichten aufzustocken, um diesen Auftrag in der vorgegebenen Zeit abwickeln zu können. Wird der vereinbarte Liefertermin nicht eingehalten, muss Bombardier dem Vernehmen nach eine Konventionalstrafe von 50 Mio. Euro zahlen.
HALLOOOO? Ist da im Oberstübchen alles in Ordnung bei Euch Managern??? In Aachen und Umgebung sowie bei uns Journalisten ist derzeit viel Solidarität zu verspüren mit den Talbötern und ihren Familien. Diese Solidarität wird auch dringend gebraucht. Es bleibt zu hoffen, dass irgendeiner in der deutschen Konzernzentrale von Bombardier in Berlin zumindest die Grundrechenarten beherrscht. Dann wird diese an Schwachsinn grenzende Entscheidung hoffentlich in den nächsten Tagen zurückgenommen und der ohne Zweifel erhaltenswerte Standort Aachen mit seinen überaus engagierten Mitarbeitern bleibt bestehen. Ich wünsche es mir im Namen aller „Talböter“ von Herzen!
Ihr
Hartmut Hermanns
Herausgeber & Chefredakteur
www.euregio-aktuell.eu

linksjugend [’solid] Aachen

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
22. Oktober 2012 in Allgemein
Solidaritätsbrief an die KollegInnen von Bombardier / Talbot Aachen

Wir haben durch die Medien von der – für uns überraschenden – Entscheidung der Konzernleitung erfahren, das Aachener Werk, dass seit 175 Jahren an der ehemaligen Industriemeile Jülicher Straße betrieben wird, zu schließen. Überraschend war die Meldung deshalb, weil der Betrieb satte Profite einfährt. Mit dieser Entscheidung ist die Existenzgrundlage von 600 direkt Beschäftigten, ihren Familien und unzähligen Beschäftigten der Zulieferfirmen bedroht. Das macht uns wütend!

Es macht uns wütend, dass weit über 600 Menschen in Aachen in die Arbeitslosigkeit, und viele von ihnen damit in Armut, gestürzt werden. Es macht uns wütend, dass weit über 600 Jobs für unsere Region verloren gehen – schon jetzt gehört viel Glück zur Jobsuche dazu. Es macht uns wütend, dass die Geschäftsleitung ohne jeden Skrupel ein voll ausgelastetes Werk schließen will, anstatt es auszubauen. Uns macht die Politik von Merkel und Konsorten wütend, die zugunsten von Banken und Konzernen ganze Volkswirtschaften in den Ruin treibt und Massenarmut bringt. So löst man keine Krise! So vernichtet man letztendlich Arbeitsplätze vor der eigenen Haustür, wie ihr leider erfahren musstet.

Gleichzeitig sehen wir eure Widerstandsbereitschaft. Die Forderung „Das Werk muss bleiben. Kein Arbeitsplatz darf vernichtet werden!“ ist absolut richtig. Zu viele Betriebe in unserer Region wurden abgewickelt – wir wollen nur an Gates erinnern. Deshalb freut uns aufrichtig, dass ihr kämpfen wollt. Und ihr könnt euch unserer uneingeschränkten Solidarität sicher sein!
Wir haben bereits eine Kundgebung vor der Konzernzentrale in Berlin organisiert. Wir werden eure Kundgebungen und Demonstrationen nach Kräften unterstützen. Unsere Solidarität wird nicht mit diesem Papier enden, wir stehen an eurer Seite! Denn Solidarität ist unsere Stärke!

Verantwortung trägt aber auch die Regierung. Eine wirklich umweltfreundliche Politik würde auf massiven Ausbau des Schienenverkehrs setzen. Stattdessen baut die Deutsche Bahn derzeit ihre LKW-Spedition Schenker aus.

Unserer Meinung nach sollten die Bedürfnisse von Mensch und Natur zählen, nicht die Profite der Banken und Konzerne. Deshalb werden wir uns ins Zeug legen, und euren Kampf nach Kräften unterstützen! Ein kluger Spruch sagt „Wer kämpft, kann verlieren – wer nicht kämpft, hat schon verloren!“. Mit euren Protesten habt ihr euch gegen die Niederlage entschieden. Sollen die da oben doch merken, wer hier wirklich die Macht hat – ohne euch läuft nichts im Betrieb! Ein Streik könnte ein gutes Mittel sein, den Forderungen Nachdruck zu verleihen:

Nein zu Schließung von Bombardier / Talbot Aachen!
Alle Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben!

Solidarische Grüße
linksjugend [’solid] Aachen

Jürgen Dominick

Liebe Mitarbeiter von Bombardier,

als Lebensgefährte einer Mitarbeiterin und Aachener Bürger blutet mir das Herz,
wie die Firmenleitung in Henningsdorf euch regelrecht verarscht.

Hut ab vor eurem Kampfeswillen, aber diejenigen, die es sehen sollten nehmen eure Mahnwache nicht wahr! Tragt eure Wut und eure Verzweiflung nach Berlin! Streikt und protestiert da, wo es Ihnen am meisten schmerzt – vor Ihrem Büro! Nur da werdet ihr das Ohr bekommen, was ihr so dringend braucht.

Ich hoffe, das die Politiker, welche sich „die Klinke in die Hand geben“ nicht nur zu Kondulenzbekundungen aufschlagen, sondern das Rückrat besitzen, die ihnen vom Volke übertragene Macht im Namen und im Sinne des Volkes einzusetzen und der riesigen Schweinerei Einhalt gebieten. Ihr blutet, für die Fehler und Versäumnisse in Henningsdorf. Ihr bezahlt die Zeche des Millionengrabes Talent II.

Liebe Politer aus Aachen und NRW: wahrscheinlich hängen 1000 Familienschicksale am Schicksal dieses Werkes.

Lieber Herr Philipp, liebe Frau Kraft, liebe Gewerkschaft: könnt ihr morgen noch in den Spiegel sehen, wenn Ihr nicht ALLES in eurer Macht stehende versucht, den Standort Aachen zu retten, hunderte Menschen in Aachen in Lohn und Brot zu halten und nebenbei auch noch ein „paar“ Euro´s an Gewerbesteuer nicht zu verlieren?

Kämpft, zeigt Solidarität und setzt eure ganze Kraft ein, dieser Willkür ein Ende zu bereiten.
Schon im letzten Jahr mussten 150 Arbeiter gehen, die durch 170 günstigere Leiharbeiter ersetzt wurden. Willkommen in Deutschland – dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten!

Herzlichst
Jürgen Dominick

Frank Krott

Ich bin solidarisch! Kämpft für den Erhalt des Werk Aachen und euren Arbeitsplätzen, gebt alles. Finde so ein altes Unternehmen darf nicht verschwinden, und dazu noch als Gründung in Aachen. Der Cappelmann würde sich im Grab umdrehen.

Firma Dürr, Monschau

Wir, der Betriebsrat der Fa. Dürr in Monschau möchten euch unsere Solidarität im Kampf um die Arbeitsplätze in Aachen übermitteln. Eine Firma mit einer derartigen Tradition und andauernden guten Ergebnissen darf nicht so einfach verschwinden.

SPD Aachen

Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen von Bombardier-Talbot!

Der Vorstand der Aachener SPD hat auf Vorschlag ihres Vorsitzenden Karl Schultheis MdL gestern folgenden einstimmigen Beschluss gefasst:

Die Aachener SPD unterstützt die Forderungen der von der Schließung des Aachener Werks von Bombardier-Talbot bedrohten Kolleginnen und Kollegen. Immer wieder versucht die Konzernleitung das Aachener Werk mit dem irreführenden Hinweis auf eine schlechte Auftragslage aufzugeben. Immer wieder wurden Aufträge für das Aachener Werk gewonnen, die dann an andere Standorte durch die Konzernleitung vergeben wurden. Immer wieder wurden Zusagen der Konzernleitung zur Bestandsicherung des Aachener Werks abgegeben, die dann nicht eingehalten wurden. Wir fordern die Bombardier-Konzernleitung auf, dieses böse Spiel auf dem Rücken der Kolleginnen und Kollegen und deren Familien zu beenden und den Bestand des Aachener Werks zu sichern, die für Aachen gewonnenen Aufträge in Aachen zu realisieren und durch eine offensive Zusammenarbeit mit den Hochschul- und Forschungseinrichtungen am Schienenstandort Aachen für das Unternehmen vor Ort und für das Unternehmen insgesamt eine tragfähige Zukunftsperspektive zu entwickeln.

Wir fordern Rat und Verwaltung der Stadt Aachen auf, alle der Stadt zu Gebote stehenden Mittel einzusetzen, um den Bombardierstandort zu erhalten und damit Aachen auch für die Zukunft als Industriestandort zu sichern.

Wir fordern die Landesregierung auf, dabei zu helfen, im Rahmen ihrer der Nachhaltigkeit verpflichteten Industriepolitik den einzigen NRW-Produktionsstandort für Schienenfahrzeuge zu sichern. Innovative Produkte und Dienstleistungen für die Schiene sichern die Mobilität von Morgen.

StädteRegion Aachen

Mit diesem Bild zeigen auch wir unsere Solidarität. Denn wir finden, dass der 175 jährige Talbot-Bombardier Standort ebenso zu Aachen gehört wie die Printen und Kaiser Karl.